Kolpingwerk Landesverband RLP

Direkt zum Seiteninhalt




Grüß Gott,
wir heißen Sie herzlich Willkommen auf der Homepage des Kolping Landesverbandes Rheinland-Pfalz.
Als Landesverband sind wir die politische Vertretung der Kolping-Diözesanverbände Mainz, Limburg, Speyer und Trier mit ihren jeweiligen Kolpingsfamilien im Land Rheinland-Pfalz.
Diese Aufgabe nehmen wir wahr, indem wir u.a. Kontakte zu zahlreichen kirchlichen Verbänden, den Fraktionen im Landtag, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und dem Katholischen Büro in Mainz halten und unsere Ideen und Vorstellungen zu wichtigen gesellschaftlichen Fragen einbringen.
Die Vernetzung unserer Diözesanverbände und die Vertretung in verschiedenen Bundesgremien des Kolpingwerks Deutschland ist eine weitere wichtige Aufgabe des Landesverbandes.
Herzlich laden wir Sie ein, auf unserer Seite etwas zu stöbern. Besuchen Sie auch einmal die Seiten unserer Diözesanverbände, um sich über das breitgefächerte Angebot unserer Kolpingsfamilien zu informieren.
Für Anregungen sind wir immer sehr dankbar. Bitte nutzen Sie hierfür unser
Kontaktformular.

Herzliche Grüße
Andreas W. Stellmann
Landesvorsitzender Kolpingwerk Rheinland-Pfalz







Nachhaltigkeit in Zeiten voller Kassen
Kolpingwerk  Trier begrüßt konkrete Maßnahmen zur Steigerung der sozialen  Gerechtigkeit und mahnt in Zeiten voller Kassen trotzdem ein umsichtiges  und nachhaltiges Vorgehen an
Bei  einer Tagung des Kolping-Diözesanverbandes mit den Vorsitzenden der  knapp 100 Kolpingsfamilien im Bistum stand auch die Sozialpolitik auf  der Tagesordnung.
Dabei  wiesen die anwesenden Vorsitzenden auf das weitreichende ehrenamtliche  Engagement von Kolpingmitgliedern in der Selbstverwaltung der  Sozialversicherungen hin. Die Wichtigkeit dieses Engagements für die  Sicherung des sozialen Friedens und Zusammenhalts in Deutschland  betonten sie besonders. Und sie forderten alle Kolpingmitglieder auf,  dieses doch so wichtige Engagement bekannter zu machen und sich auch in  Zukunft in den Gremien der sozialen Selbstverwaltung zu engagieren.
Die  Abschaffung des Zusatzbeitrags bei den Krankenkassen und somit die vom  Kolpingwerk geforderte Rückkehr zur Parität ist gesetzt und kommt zum  01.01.2019. Das begrüßen die Tagungsteilnehmer sehr.
In Zeiten voller Kassen sei darüber hinaus trotzdem ein umsichtiges und nachhaltiges Vor-gehen im Blick zu behalten.
„Es  gilt nach wie vor, unsere Systeme zukunftsfähig zu gestalten und  kommenden Generationen eine gute Welt zu hinterlassen.“ betonte der  stellvertretende Diözesanvorsitzende Harald Schmillen und verwies dabei  unter anderem auf das Rentenmodell der katholischen Verbände: „Die  Rentenkommission ist gut beraten, sich damit zu beschäftigen. Seit  Jahren wird das Modell von Fachleuten als zukunftsfähige Antwort auf die  Herausforderungen an die Alterssicherung entwickelt. In einer vom  Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes  Nordrhein-Westfalen und anderen in Auftrag gegebenen Studie wurden  bereits rechtliche und finanzielle Aspekte wissenschaftlich betrachtet.“
Neben  Rentenversicherungen, Krankenkassen und Berufsgenossenschaften sind  Kolping-mitglieder unter anderem auch als Sozial- und  Arbeitsrichter*innen sowie in den Handwerks-kammern in Trier,  Saarbrücken und Koblenz engagiert. Im nächsten Jahr wählen alle  Handwerkskammern neue Vollversammlungen und Vorstände. Dort lenken  Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam die Geschicke der Kammern. „Ich  bin zuversichtlich, dass wir wieder eine gute Mischung aus erfahrenen  und neuen Arbeitnehmern aufstellen können, die das Handwerk in Zukunft  mitgestalten wollen“ so Diözesangeschäftsführerin Julia Semmling.
Ehrung für Winfried Straube
Winfried Straube, von 1982 bis 2014 Diözesangeschäftsführer des Kolpingwerkes DV Mainz und bis zu seinem Ausscheiden 2016 Landesgeschäftsführer des Kolpingwerkes Rheinland-Pfalz, ist mit dem Ehrenzeichen des Kolpingwerkes Deutschland ausgezeichnet worden.
Winfried Straube war auf allen Ebenen im Verband aktiv, von der Kolpingsfamilie über den Diözesanverband und Bundesverband bis zum Internationalen Kolpingwerk.
„Der das Ungewöhnliche scheut, hat noch nie großen Erfolg erzielt“. Mit diesem Wort Adolph Kolpings würdigte der Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland das langjährige hauptamtliche Engagement von Winfried Straube als Diözesangeschäftsführer des Kolpingwerkes in der Diözese Mainz. In dieser Aufgabe hat er in besonderer Weise die Kolpingsfamilien begleitet und damit eine positive Verbandsentwicklung unterstützt. Die Arbeit der Leitbildkommission des Kolpingwerkes Deutschland in den Jahren 1996 – 2000 hat er maßgeblich mitgeprägt und dabei seine vielfältigen verbandlichen Erfahrungen eingebracht. Ebenso in der Konzipierung des bundesweiten Projektes „Begleitung und Beratung von Kolpingsfamilien“ – ein Angebot der 27 Diözesanverbände im Kolpingwerk Deutschland.
Für den Erhalt und Ausbau der Familienferienstätte Kolping-Feriendorf Herbstein – und damit zugleich für das Anliegen der gemeinnützigen Familienerholung – hat er sich mit viel Herzblut eigesetzt. Mit vielen inhaltlichen Impulsen und Initiativen hat er als Geschäftsführer des Kolpingwerkes Landesverbandes Rheinland-Pfalz dazu beigetragen, dass das Kolpingwerk – als katholischer Sozialverband – in Gesellschaft und Kirche präsent ist.
Diözesanverband Limburg: Diözesanversammlung

„Leuchtturm oder Kerzenstummel?“
„Was von diesen beiden wollen wir als Kolpingwerk, als Verband in Zukunft sein?“ fragte Diözesanvorsitzender Stefan Fink schon bei der Begrüßung. Und griff damit gleich das Thema des Studienteils der Diözesanversammlung 2018 des Kolpingwerkes im Bistum Limburg auf. In Eltville am Rhein hatten sich über einhundert Delegierte aus 27 Kolpingfamilien im Bistum getroffen.
Der Vormittag wurde von Heinrich Wullhorst, ehemaligen Pressesprecher des Kolpingwerkes Deutschland, und Autor des Buches „Leuchtturm oder Kerzenstumme l- die Zukunft der katholischen Verbände“ gestaltet. Nach einer kurzweiligen und unterhaltsamen Einführung in das Thema konnten die Kolpingschwestern und - brüder in Kleingruppen ihre eigenen Gedanken zum Thema zu Papier bringen und anschließend vortragen.  Die Interessanten Ergebnisse werden sicher in vielen Kolpingfamilien noch genauso für Gesprächsstoff sorgen wie im Diözesanpräsidium.
Der Nachmittag gehörte den Regularien, bevor Stefan Fink am Abend vier Kolpingfamilien mit einem Fässchen Kolping Kölsch zum gewonnenen Mitgliederwettbewerb gratulieren konnte. Das Kolpingwerk im Bistum Limburg hat seit der Diözesanversammlung 2017 einhundertsiebzig Neumitglieder aufgenommen, davon sechzig, die unter zwanzig Jahre alt sind.
Diözesanverband Speyer: Diözesanversammlung
 
„Europa ist mehr als der Binnenmarkt“
Europaabgeordneter Michael Detjen vor Kolping-Diözesanversammlung in Winnweiler: Europa braucht ein soziales Fundament – Kolping im „Zukunftsprozess“: Tatkräftiges Engagement in der Gesellschaft als Aufgabe und Ziel
 
Winnweiler / Kaiserslautern (09.05.2018 / ko-tb). - „Europa ist mehr als der Binnenmarkt. Europa ist für die Menschen da“, sagte Michael Detjen (Kaiserslautern), Abgeordneter des Europäischen Parlamentes, vor den 80 Delegierten der Diözesanversammlung des Kolpingwerkes im Festhaus der Gemeinde Winnweiler. Europa fördere Jugendliche, die in einem anderen EU-Land studieren wollen; Europa unterstütze Arbeiterinnen und Arbeiter, ihre Dienste in einem Nachbarland anbieten zu können; Europa schaffe das Recht, dass erworbene Rentenansprüche in einem EU-Land ins andere mitgenommen werden können. Detjen setzte sich für eine europäische Sozialunion ein, für eine echte Angleichung der Lebensstandards in allen EU-Ländern.

Detjen verteidigte Europa vehement gegen die vielfach zu beobachtende Haltung, es für alle Missstände verantwortlich und zum Sündenbock zu machen. „Wenn soziale Ungleichheit zunimmt, gefährdet das nicht nur Europa, sondern auch die Gesellschaft,“ meinte Detjen. Gerade der Rechtspopulismus spiele sich als Rächer der „kleinen Leute“ auf, aber Antworten auf die Herausforderungen sozialer Ungleichheit hätte er nicht. „Lautstärke macht noch keine Politik!“
Als einen wichtigen Schritt auf die Sozialunion hin sieht der frühere Gewerkschafter die am 17. November 2017 von den europäischen Staats- und Regierungsschefs beschlossene europäische Säule sozialer Rechte. Sie intendiere die Bereitstellung neuer und wirksamerer Rechte für Bürgerinnen und Bürger. Sie baue auf 20 Grundsätzen auf, die Chancengleichheit und Arbeitsmarktzugang, faire Arbeitsbedingungen, Sozialschutz und soziale Inklusion in den Mitgliedsstaaten fördern wollen. Am Beispiel der Entsenderichtlinie erläuterte der Politiker, wie wichtig es sei, im gesamten Binnenraum der EU gleichen Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort durchzusetzen. Das sei ein echter europäischer Mindeststandard. „Menschen, die fair entlohnt, die nicht in Konkurrenz mit ihren Kollegen aus dem EU-Ausland gestellt werden, lassen sich nicht so schnell von Nationalisten und Rassisten instrumentalisieren und gegeneinander ausspielen“, davon zeigte sich Detjen überzeugt.
Matthias Donauer (Kindsbach), Stellvertretender Diözesanvorsitzender und verantwortlich für den Aufgabenbereich Gesellschaft und Politik im Diözesanvorstand, moderierte im Anschluss ein Gespräch zwischen dem Abgeordneten und dem jugendpolitischen Referenten des Kolpingjugend Deutschland, Alexander Suchomsky (Köln). Die Kolpingjugend habe seit drei Jahren einen europapolitischen Schwerpunkt in ihrer Arbeit, sagte Suchomsky. 2016 positionierte sie sich in einem Beschluss „Für die Einheit Europas und gegen nationale Alleingänge“. Im Frühjahr 2018 veröffentlichte die Kolpingjugend eine Erklärung „Europa als Raum der Solidarität und des sozialen Zusammenhalts“. Sie rief dazu auf, die europäische Säule sozialer Rechte nicht nur als unverbindliche Übereinkunft zu sehen, sondern mit Leben zu erfüllen, damit Europa in der Welt zu einem Ort werde, an dem der Mensch im Mittelpunkt stehe und sich frei entfalten könne. Detjen sah in der Erklärung der Kolpingjugend viele gemeinsame Ansätze. Europa müsse Ökonomie, Ökologie und soziale Rechte miteinander versöhnen und in eine den Menschen dienende Einheit zusammenführen.
Diözesanvorsitzender Andreas W. Stellmann (Heßheim) dankte Kolpingbruder Michael Detjen herzlich für sein Referat und das leidenschaftliche Plädoyer für ein soziales Europa. Detjen, der selbst Mitglied der Kolpingsfamilie ist, betonte, dass er gerne zum Kolpingwerk gekommen sei. Wenn es um Menschenrechte, um Fragen sozialer Gerechtigkeit gehe, um eine menschenwürdige Lösung der Migrationsproblematik und den Kampf gegen das Gift des Nationalismus, wisse er Kolping an seiner Seite.
Weiteres wichtiges Thema der Beratungen war der verbandsinterne und bundesweit geführte Erneuerungsprozess „Kolping Upgrade“. Diözesanvorsitzender Stellmann berichtet über den Stand des Prozesses auf Bundesebene und über die in ganz Deutschland durchgeführten 20 Regionalforen, in denen fast 2000 Mitglieder über die Zukunft ihres Verbandes nachdachten und diskutierten. Die Foren hätten für viele Verantwortliche im Verband einen Motivationsschub gebracht. Mit Mut gehe man nach vorne und in die Phase der Veränderungen.

Unter dem Leitwort „Zukunft bauen im Heute für Morgen“, legte der diözesane Arbeitskreis „Zukunft“ eine Erklärung vor, in der er das Kolpingwerk auch künftig als aktiv gestaltender sozialer und christlicher Verband vorstellte. Im Papier wird eine alle Verbandsebenen erfassende Erneuerungsbewegung gefordert, in der möglichst alle Mitglieder mitarbeiten sollten. Der Arbeitskreis „Zukunft“ will das Wissen zu Adolph Kolping wieder stärker in den Mittelpunkt der örtlichen Gemeinschaften rücken. Mit kreativen Aktionen soll das unverwechselbare Profil des Verbandsgründers, des Priesters und Sozialreformers Kolping, ins Gedächtnis gerufen werden. Die Kolpingsfamilien werden aufgefordert zu überlegen, wo sie aktiv werden und soziale Projekte initiieren, realisieren und unterstützen können.
Mit einem vielfältigen Schulungsangebot zu unterschiedlichen Themen will der Diözesanverband direkte Unterstützung zur Arbeit leisten. Harald Reisel (Dahn) legte ein Konzept verbandlicher Bildungsarbeit vor, das thematisch und nach Modulen gegliedert ist; die Kolpingsfamilien können sich einzelne oder auch mehrere Module für ihre örtliche Bildungsarbeit auswählen. Auch mit praxisbezogenen Arbeitshilfen will die Diözesanleitung ihre Ortsgruppen unterstützen.
Aus Kirche, Verband und Öffentlichkeit konnte Vorsitzender Stellmann eine Reihe von Ehrengästen begrüßen, die auch Grußworte an die Versammlung richteten: Die Präsidentin der Handwerkskammer der Pfalz, Kolpingschwester Brigitte Mannert (Alsenz), den Vizepräsidenten der Kammer (Gesellenseite), Kolpingbruder Michael Lehnert (Münchweiler a.d.R.), den Regionsgeschäftsführer des DGB Bezirks Westpfalz, Marcel Divivier-Schulz (Kaiserslautern) sowie den Handwerksbeauftragten des Bundesvorstandes des Kolpingwerkes Deutschland, Reinhold Ockel (Köln). Dr. Thomas Kiefer (Speyer), Ansprechpartner der Verbände im Bischöflichen Ordinariat, vertrat das Bistum Speyer. Für die gastgebende Stadt und die Verbandsgemeinde Winnweiler sprach Bürgermeister Rudolf Jacob ein herzliches Wort des Willkommens.
Nach umfangreichen Berichten im Regularienteil wurde der Diözesanvorstand einstimmig entlastet. Einen herzlichen Dank richtete der Vorsitzende an die Tagungsleitung, Wolfgang und Franziska Breitwieser und Martin Garst (alle Hettenleidelheim). Sein abschließender Dank galt der örtlichen Kolpingsfamilie, namentlich dem Vorsitzenden Markus Schreiber, der Gemeinde Winnweiler für die Bereitstellung des Hauses und die technische Unterstützung sowie den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die eine gastfreundliche Atmosphäre geschaffen haben. Die Diözesanversammlung 2018 endete mit dem Kolpinglied und einem frohen „Treu Kolping!“  

Für eine Rente, die den Lebensunterhalt sichert
 
Mainz: Landesdelegiertenversammlung der ACA-Rheinland-Pfalz - Neuwahlen: Roland Reinig und Thomas Bettinger aus der Diözese Speyer in Vorstand gewählt
 
Mainz / Kaiserslautern (12.04.2018 / aca­_mk) -  Zu ihrer Jahreshauptversammlung trafen sich die Delegierten der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) in Rheinland-Pfalz, bestehend aus den Diözesanverbänden von Katholischer Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und Kolpingwerk der Bistümer Limburg, Mainz, Trier und Speyer, im Mainzer Kolpinghaus. 25 Delegierte und Gäste konnte der Landesvorsitzende Martin Plail, (Bitburg), begrüßen.
 
Referent des Studienteils war der Vorsitzende der ACA Bayern, Dieter Wagner, Schweinfurt, seitens der KAB einer der Mitentwickler des Rentenmodells der Katholischen Verbände. Der Referent zeigte auf, dass prekäre Arbeitsverhältnisse, schlecht bezahlte Arbeit und unterbrochene Erwerbsbiografien dafür „sorgen“, dass immer weniger Arbeitnehmer/innen in der Lage sind, eine existenzsichernde Alterssicherung aufzubauen. Mit niedrigen Löhnen, wie z. B. dem Mindestlohn, könne allenfalls eine gesetzliche Rente in Höhe der Mindestsicherung erreicht werden. Hinzu komme noch die beabsichtigte Absenkung des Rentenniveaus.  
 
Für eine den Lebensunterhalt sichernde Rente im Alter brauche es eine wirkliche Reform der gesetzlichen Rentenversicherung, nicht ein Drehen an den verschiedenen Stellschrauben, so Wagner. Deshalb hätten die Katholischen Verbände ein Rentenmodell in die gesellschaftliche Diskussion eingebracht, welches durch die Einführung einer Sockelrente in Höhe der Grundsicherung drohende Altersarmut verhindere. Die Sockelrente, so das Rentenmodell, ergänze die bisherigen Säulen der Alterssicherung. Ihre Finanzierung soll über das zu versteuernde Einkommen von allen Bürgerinnen und Bürgern und einen ergänzenden Bundeszuschuss erfolgen. Ferner sehe das Modell eine besondere Alterssicherung von Frauen vor u.a. durch bessere Anerkennung von Erziehung- und Pflegezeiten. Ein besonderer Vorteil dieses Modells wäre, so der Referent, dass die Ansprüche daraus rechtverbindlich erworben würden und die Empfänger diese ohne Bedarfsprüfung bekämen. Dieter Wagner warb dafür, dieses Modell mit den Verantwortlichen in der Politik zu diskutieren. Zur Umsetzung sei ein politischer Druck von unten notwendig, um Handlungsbedarf zu erzeugen.
 
Das positive Wahlergebnis bei den Sozialwahlen 2017 stellte Martin Plail (Bitburg), der Landesvorsitzende der ACA Rheinland-Pfalz, in den Mittelpunkt seines Jahresberichts. Die Wahlwerbung in den Mitgliedsverbänden hätte mit dazu beigetragen, bei den bundesunmittelbaren Sozialversicherungsträgern wie der Deutschen Rentenversicherung Bund, der BARMER und der DAK Sitze in den Vertreterversammlungen und Verwaltungsräten zu erringen. Erfreulich sei, dass der ACA-Bundesverband 30 zusätzliche Versichertenvertreter benennen konnte. Ein herzliches Dankschön richtete der Landesvorsitzende an die fast 100 Mandatsträger in den Verwaltungsräten der DRV Rheinland-Pfalz, der AOK Rheinland-Pfalz / Saarland, der IKK Südwest und dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK). Er dankte den Mitgliedern in den Widerspruchsausschüssen der Kassen ebenso, wie den Versichertenberater/innen und ehrenamtlichen Richtern der Sozial- und Arbeitsgerichte.
 
Bei den Neuwahlen zum Landesvorstand wurde Martin Plail in seinem Amt als Landesvorsitzender bestätigt. Für Michael Kercher (Mutterstadt, KAB Speyer), langjähriger stellvertretender Landesvorsitzender, wurde Roland Reinig (Speyer, KAB Speyer) gewählt. Als weitere Stellvertreter wiedergewählt wurden Clemens Henzler (Nauort, Kolpingwerk Limburg) und Thomas Bettinger (Kaiserslautern, Kolpingwerk Speyer).


Verabschiedung von Michael Kercher, der mehr
als 30 Jahre das Amt eines Stellv. Landesvorsitzenden
der ACA Rheinland-Pfalz ausgeübt hat (v.li.n.re.):
Landesvorsitzender Martin Plail, Michael Kercher und
Landesgeschäftsführer Martin Mohr.














Der neugewählte Vorstand der ACA Rheinland-Pfalz (v.li.n.re.): Thomas Bettinger, Clemens Henzler,
Roland Reinig, Landesvorsitzender Martin Plail und Geschäftsführer Martin Mohr.


Kolpingwerk DV Speyer in Israel
Auf den Spuren Jesu im Heiligen Land >>
Keine Werbung für Schwangerschaftsabbrüche!
Kolpingwerk im Bistum Limburg kritisiert die geforderte Abschaffung des § 219a StGB
Frankfurt, 14.3.2018
„Als katholischer Sozialverband ist für uns die Würde des Menschen unantastbar. Das gilt vor allem für das ungeborene Leben“, so Diözesanvorsitzender Stefan Fink. „Dieses Leben zu schützen muss Auftrag von Staat, Kirche und Gesellschaft sein“.
Deshalb fordert das Kolpingwerk Limburg die neue Bundesregierung auf, am Paragraph 219 a StGB in der jetzigen Form festzuhalten. Ein Schwangerschaftsabbruch darf nicht als „normale“ medizinische Dienstleistung angesehen werden. Das wäre bei einer Abschaffung des Werbeverbotes jedoch der Fall, denn grundsätzlich ist ein Schwangerschaftsabbruch rechtswidrig und nur unter klar gefassten Bedingungen – bei medizinischen oder kriminologischen Indikationen – in den ersten drei Monaten straffrei.
Für eine Schwangere im Konflikt, ob sie ihr Kind bekommen soll, ist es nur in einer ergebnisoffenen Beratung möglich, alle Umstände und Möglichkeiten zu besprechen, die zu einer Entscheidung für oder gegen das Leben führen. Eine solche Beratung muss daher unabhängig und frei von finanziellen Interessen sein. Deshalb dürfen diejenigen, die beraten, auch keinen Schwangerschaftsabbruch vornehmen. Das Werbeverbot für Abtreibung dient ebenso dem Schutz vor Manipulationen derjenigen, die mit Abtreibungen Geld verdienen.
Zurück zum Seiteninhalt